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Jürgen Hallmaier führt deutsche 4x100-m-Staffel zur WM-Bronzemedaille PDF Drucken E-Mail
Berichte - Wettkämpfe
Sonntag, 24. November 2013 um 19:09

Zum Abschluss der 20. Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaften (World Masters Athletics WMA Championships) in Porto Alegre, Brasilien, ging mit dem Gewinn der Bronzemedaille doch noch überraschend ein Traum in Erfüllung. Sensationell konnte das deutsche Quartett Barantzke, Hallmaier, Contag und Funk Favoriten wie die USA und Gastgeber Brasilien hinter sich lassen.

Der deutsche 100-m-Meister der Klasse M50 und in Brasilien mit Abstand schnellste deutsche Sprinter, konnte in Topform der deutschen Staffel zu der sehr guten Platzierung verhelfen.

Hallmaiers Vorabeinschätzung erwies sich als absolut zutreffend: Das Erreichen der Einzelfinals über die 100 m, 200 m und 400-m-Sprintstrecken wäre schon ein großer persönlicher Erfolg und mit der Staffel in Medaillennähe zu kommen, ebenfalls. Doch es sollte sogar noch besser kommen. Aber der Reihe nach…

Die Reise zu seinen ersten Stadion-Weltmeisterschaften überhaupt begann für Hallmaier mit einem angenehmen Akklimatisationsaufenthalt über drei Tage in Rio de Janeiro. Der Besuch des Zuckerhuts, der Copacabana, der Christus-Statue auf dem Corcovado, der 85 m hohen futuristisch aussehenden Stadtkirche mit Platz für 20000 Besucher und das für die Fußball-WM neu gebaute weltberühmte Maracana-Stadion waren die Höhepunkte.

Dann ging die Reise weiter zu der 1,4-Millionen-Stadt Porto Alegre im südlichsten Bundesland Brasiliens Rio Grande do Sul, angrenzend an Argentinien und Uruguay.

Hier und auch in späteren Situationen zeigt sich die brasilianische Mentalität des laissez faire und des Fertigwerdens auf den letzten Drücker oder auch nicht...

Erst drei Wochen zuvor war die Tartanbahn im Hauptstadion fertiggestellt worden und die Tribünen wurden erst am Eröffnungstag aufgebaut.

Der Athleten-Bus-Transfer-Service für die über 4000 Athleten von den Athletenhotels zu den insgesamt vier Wettkampfstadien klappte noch gar nicht, so dass auf die - zum Glück preiswerten - Linienbusse und Taxis zurückgegriffen werden musste. Aber alles sollte ab sofort auch dank der vielen hundert freiwilligen Helfer sehr gut funktionieren.

Hallmaier hatte es in seinen Sprintdisziplinen und seiner Altersklasse mit den insgesamt höchsten Teilnehmerzahlen der gesamten WM zu tun.

Es begann mit 60 Teilnehmern und neun Vorläufen sowie drei Zwischenläufen über 100 m, wo ärgerlicherweise die elektronische Zeitmessung bei den ersten beiden Zwischenläufen ausgefallen war, was zu einer gefühlten Benachteiligung Hallmaiers führte, da er mit Jahresbestzeit von 12,21 s auf eine Handstoppzeit von 12,1 s und somit auf den unglücklichen neunten Platz gesetzt wurde, und nur acht kamen ins Finale. Ein Einspruch durch die deutsche Mannschaftsleitung wurde leider abgewiesen.

Das Finale erreichte er im mit 80 Teilnehmern besetzten 200-m-Feld, wo nach zehn Vorläufen sogar noch ein Viertelfinallauf eingeschoben werden musste. Im darauf folgenden Halbfinallauf verbesserte Hallmaier seine persönliche Jahresbestzeit um mehr als eine halbe Sekunde auf 24,50 s. Durch eine kleine Leistenverletzung behindert reichte es im Finale zum achten Platz.

Nach fünf Rennen an vier Wettkampftagen gab es einen allgemeinen WM-Ruhetag, an dem die Athletenreisegruppe um Hallmaier die von Deutschen und Italienern gegründeten Städtchen Gramado und Canela besichtigten. Ebenso wurde ein Fußballspiel der Erstligamannschaft von Gremio Porto Alegre (Weltpokalsieger 1983 gegen den HSV) besucht. Die Vereinsführung hatte die Münchner Allianz-Arena als Vorbild genommen und die nahezu identische Gremio Arena mit 61000 Sitzplätzen entstehen lassen und vor etwas mehr als einem Jahr mit einem Spiel gegen den HSV eingeweiht.

Um eine 4-tägige Zwangspause bis zu den Staffelwettbewerben zu vermeiden, hatte sich Hallmaier auch für die Langsprintstrecke über 400 m vorbereitet. Eigentlich nur mit dem Vorsatz, den Vorlauf als Staffelqualifakation zu absolvieren, steigerte er sich im Zwischenlauf von 58,9 s auf 56,35 s und qualifizierte sich sogar für den Endlauf. Darin reichte es zum siebten Platz in einer Disziplin mit 50 Teilnehmern und einer Strecke, die Jürgen überhaupt nicht auf dem Zettel hatte und nach 25 Jahren (!) erstmals wieder lief.

Am Abschlusstag fanden die Staffelwettbewerbe statt und zu Beginn zwei Zeitfinal-läufe über 4x100 m mit 13 Teams. Im ersten Lauf hatte es das deutsche Quartett mit den Favoriten aus den USA zu tun, die man überraschenderweise bezwingen konnte, und gewann den ersten Zeitlauf. Den zweiten Zeitlauf gewannen die starken Briten vor den ebenfalls sehr schnellen Sprintern aus Trinidad und Tobago. Die Freude war groß, als die Zeiten an der Anzeigetafel erschienen, denn außer den o.g. Teams konnte kein weiteres die Zeit des deutsche Quartetts unterbieten, was die Bronze-Medaille bedeutete.

Das abschließende 4x400-m-Staffelrennen konnte mit einem guten sechsten Platz absolviert werden.

Nach elf Sprint-Rennen an neun Wettkampftagen war die WM für Hallmaier ins-gesamt sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Das bedeutet große Motivation weiter-zumachen und Ende März an den Hallenweltmeisterschaften in Budapest teilzu-nehmen.

Als nun wohlverdienten Erholungsurlaub startete die Athletenreisegruppe um Hallmaier nach den Wettkampfstrapazen eine kleine Brasilienrundreise zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Auf dem Besichtigungsprogramm stehen unter anderem die größten Wasserfälle der Erde bei Iguacu und der längste Fluss der Erde, der Amazonas.

Jürgen Hallmaier in voller Aktion bei der Senioren-WM in Porto Alegre, Brasilien: Als Sprinter über 100 m, 200 m, 400 m……und als Mitglied der National-Staffeln über 4x100 m (Gewinner der WM-Bronzemedaille) und 4x400 m.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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